Penzing besitzt mit seinen 2.112,5 ha nicht nur selbst einen hohen Anteil an Grünflächen, sondern profitiert durch seine Nachbarschaft zum Wiener Wald auch von der „Grünen Lunge“ Wiens. Neben vielen Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten bietet der 14.Bezirk vom Hanappi-Stadion bis zur Otto Wagner Villa alle Facetten kulturellen Lebens.
Die Kathedrale des Fußballs
Das Gerhard-Hanappi-Stadion in Hütteldorf, ist im Besitz der Stadt Wien und wird an den SK Rapid verpachtet, der es als Heimstadion nützt. Es trägt den Namen des ehemaligen österreichischen Rekordnationalspielers und Architekten des Stadions Gerhard Hanappi. Das Stadion fasst 19.000 Zuschauer und wurde 2006 durch eine Verlängerung der Rasenfläche auf 105 Meter fit für den Europacup gemacht.
Von den Fans wird das Stadion gemäß ihrem Wahlspruch "Rapid ist uns're Religion" auch oft Sankt Hanappi genannt. In der Meistersaison 2004/2005 verlor der SK Rapid Wien kein einziges Spiel im eigenen Stadion. Das Gerhard-Hanappi-Stadion gilt als sehr stimmungsvolles Fußballstadion in Österreich, da die Zuschauer nahe am Spielfeld stehen. Der aktuelle Trainer der japanischen Nationalmannschaft Ivica Osim bezeichnete das Hanappi Stadion einmal als eine „Kathedrale des Fußballs“.
Kirche am Steinhof
Die renovierte und in ihrem originären Glanz wieder hergestellte Otto Wanger Kirche am Steinhof auf der Baumgartner Höhe zählt zu den bedeutendsten sakralen Werken des Jugendstilarchitekten und legendären Stadtplaners.
Als Anstaltskirche für die Psychiatrische Heilanstalt am Steinhof 1904-1907 errichtet, ist sie der bedeutenste Sakralbau des Jugendstils in Österreich.
Der monumentale, kreuzförmiger Zentralbau mit hoher Kuppel und zwei Glockentürmen ist außerdem mit farbigen Glasfenstern nach den Entwürfen von Kolo Moser ausgestattet.
Berühmte Penzinger
Otto Wagner baute in Penzing nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst.
Gleich zweimal errichtete er sich in der Hüttelbergstraße ein Heim nach seinen Vorstellungen. Die erste Otto Wagner Villa (errichtet 1886-1888) beherbergt heute das Ernst Fuchs Museum. Eine zweite, kleinere, die er nach dem Verkauf der ersten 1913 für sich baute, steht gleich nebenan.
In Penzing lebten und wirkten noch viele berühmte Söhne Wiens: Ludwig Anzengruber wohnte 1885-89 in der Gyrowetzgasse 10 und schuf hier seine Volksstücke "Heimg´funden", "Stahl und Stein" und "Der Fleck auf der Ehr".
Das Geburtshaus Gustav Klimts (1862-1918) befand sich an der Linzer Straße 243-247 an Stelle der heutigen Wohnhausanlage (bei Stiege 3). Besichtigt werden kann auch das Wohnhaus Richard Wagners 1863/64 in der Hadikgasse 72. Wagner arbeitet hier an seiner Oper "Die Meistersinger" und empfing auch Komponisten Johannes Brahms. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten Penzings zählt das ehemalige Kloster Mariabrunn (errichtet: 1639 bis 1655), ursprünglich ein Kloster der Augustiner-Barfüßer, an dem
1662 bis 1666 der berühmte Prediger Abraham a Sancta Clara wirkte.
Öffentliche Parks in Penzing
Knapp 90 Hektar öffentliche Grünflächen weist der 14.Bezirk momentan auf. Durch die Neunutzung des ehemaligen Geriatriezentrums Lainz werden bald noch mehr Erholungsräume mit Liegewiesen, Spielplätzen, Skateanlagen und Outdoor-Sportmöglichkeiten entstehen. Liste der Parks:
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Matznerpark, Matznergasse
Nur einen Häuserblock entfernt vom PROMIS Gewerbehof liegt der, den Pfarrfriedhof Penzing umgebende Matznerpark. Benannt wurde er nach dem Hietzinger Bezirksrichter Josef Matzner. Er ist im "Englischen Stil" mit viel Baumbestand und gewundenen Wegen angelegt, besitzt einen Streetball-Platz, der im Juli 2007 auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurde, und eine Hundeauslaufzone.
Schutzgebiet Steinhofgründe
Die Steinhofgründe erstrecken sich im 14. Bezirk zwischen Johann-Staud-Straße und Heschweg, an die Baumgartner Höhe angrenzend. Die gesamte Fläche von 42 Hektar ist als Schutzgebiet Wald- und Wiesengürtel vor jeglicher Verbauung geschützt und lädt zum Spazieren und Erholen ein.
Die Steinhofgründe sind ein naturbelassenes Erholungsgebiet mit einer Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten. Sie zeichnen sich aus durch Wanderwege, kleine Tümpel und Lagerwiesen mit einem herrlichen Blick auf Wien. Im 2007 neu erschlossenen Bereich gelangt man direkt zur renovierten Otto-Wagner-Kirche. Entlang der Wege bieten sich wunderschöne Ausblicke auf Wien und die Weiten des nahen Wienerwaldes.
Baumgartner-Casino-Park, Hochsatzengasse/Lautensackgasse
Kleiner Landschaftspark (19.500 m2) mit vielen Sitzplätzen und großem Spielplatz.
Dehnepark, zwischen Dehnegasse, Rosentalgasse und Heschweg.
In dem 5 ha großen Dehnepark finden BesucherInnen einen "verträumten" Teich, bezaubernde Waldlichtungen, sanfte bis steile Hügel und weitläufige Wiesen mit Obstbäumen.
Eduard-Gurk-Park, Cumberlandstraße/Karlingergasse/Einwanggasse
Kleiner Penzinger Beserlpark (rund 1.800 m2), der im Zuge seiner Vergrößerung 2004 kinderfreundlich umgestaltet wurde: Der Kleinkinderbereich ist nun um zahlreiche interessante Geräte bereichert, Rodel/Spielhügel und Sandmulde wurden ergänzt. Jugendlichen steht Streetball zur Verfügung.
Hadikpark, Hadikgasse, zwischen Schloss- und Kennedybrücke
Der Hadikpark (rund 20.700 m2) ist ein leicht modellierter, langgestreckter, nach den abgeschlossenen Wienflussregulierungs- und Stadtbahnbauarbeiten 1902 angelegter Landschaftspark, mit etlichem älteren Gehölzbestand.
Längs des parallel zum Wienfluss geführten Hauptweges, leitet eine teils einreihig gesetzte Lindenallee durch den Park. 1913 wurde der von Rudolf Panholzer gearbeitete "Jungbrunnen", bestehend aus einer auf Fels sitzenden weiblichen Steinfigur, der dem Fels entspringenden Quelle und elliptischen Wasserbecken, errichtet.
Karl-Terkal-Park, Linzerstraße 426
Kleiner Beserlpark (rund 950 m2) mit Sitzgelegenheit neben der 49er-Endstation.
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Museen im 14.Bezirk
Kunst und Technik, Bezirks- und Medizingeschichte. Die Museen in Penzing bieten Input für die unterschiedlichsten Interessen. Neben dem Bezirksmuseum Penzing mit dem angeschlossenen Ziegelmuseum bietet die Dauerausstellung in der Wagner Villa und das Gebäude selbst einen Einblick in das Schaffen zweier größer Künstler. Im technischen Museum kann die Welt der Technik multimedial bestaunt werden und die Gedenkstätte Steinhof widmet sich der Auseinandersetzung mit der NS-Medizin.
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Otto-Wagner Villa (Ernst Fuchs Museum)
Das heute als "Fuchs-Villa" bekannte Haus an der Hüttelbergstraße ist ein wertvolles Architekturdenkmal, das lange Zeit vom Verfall bedroht war und 1963 schließlich sogar demoliert werden sollte: Daß das nicht eintrat, verdankt die Villa ihrem jetzigen Besitzer, dem Zeichner und Maler Ernst Fuchs. Er rettete die Villa nicht nur vor dem Abbruch, sondern machte sie in Form eines Museums für seine Privatsammlung auch der Öffentlichkeit zugänglich.
Etwas vor der Zeit, als Ernst Fuchs "diese merkwürdige Prunkvilla im Haltertal" für sich entdeckte, machte Heimito von Doderer Haus und Garten zum Schauplatz seines letzten Werkes, des "Romanfragments No. 7. Der Grenzwald". "Hier war nun rechts über der Straße am Hange ein Haus zu sehen, ja, eigentlich ein Palast, wie es einen solchen weitum nicht gab. Auf hohen mächtigen Säulen schwebte und schattete das flache Dach, und links wie rechts warf der schwere, über seine Terrasse liegende Mittelbau fast zarte und schmächtige Seitenflügel von sich, deren Wände auf den ersten Blick nur aus buntem Glase bestanden, von schmalen Pfeilern geteilt."
Vieles an der Villa wurde im Sinne Otto Wagners saniert und restauriert, anderes nach Entwürfen von Ernst Fuchs gestaltet und ergänzt. Heute kommen Besucher auch auf den Spuren Otto Wagners zur Villa an der Hüttelbergstraße. Um ihnen eine über das reine Bauwerk hinausgehende Attraktion zu bieten, wird um das Haus ein Skulpturengarten angelegt und im Eingangsbereich zum "Kunstpark" eine kleine "Galerie" für Drucke, Kunstkalender, Bücher und Kataloge errichtet.
Gedenkstätte Steinhof, Technisches Museum
Die Dauerausstellung "Der Krieg gegen die 'Minderwertigen'" in der Gedenkstätte Steinhof geht auf eine gemeinsame Initiative des Otto Wagner-Spitales (OWS), des Wiener Gesundheitsressorts und des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes im Jahr 2000 zurück. Im Sommer 2001 rief Gesundheitsstadträtin Prim. Dr. Elisabeth Pittermann eine Arbeitsgruppe zur Errichtung einer Gedenk- und Forschungsstätte auf dem Gelände des heutigen OWS (der früheren Heil- und Pflegeanstalt "Am Steinhof") ins Leben. Seit der Eröffnung Anfang Mai 2002 konnte tausenden Interessierten Gelegenheit zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-Medizin gegeben werden.
Das Technische Museum Wien bietet auf einer Fläche von etwa 22.000 m² Raum für interessante Einblicke in die Welt der Technik. Durch einzigartige Exponate von der Vergangenheit bis in die unmittelbare Gegenwart wird das Haus zum Schauplatz spannender technischer Entwicklungen.
Texte, Filme und Experimente veranschaulichen den wechselseitigen Einfluss zwischen technischen Errungenschaften und Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur. Die multimediale Präsentation ermöglicht allen BesucherInnen individuelle Zugänge und macht so den Rundgang durch das Museum zu einem persönlichen Erlebnis.
Neben den Ausstellungen im Museumsgebäude bietet auch die Österreichische Mediathek die Möglichkeit, tiefere Einblicke in einzelne Bereiche zu gewinnen.
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Stadtquartier Lainz
Mit der Schließung des Geriatriezentrums Lainz entsteht zusätzlich Grün-, Wohn- und Erholungsraum auf mehr als 12 Hektar. Unter dem Projekttitel "Stadtquartier Lainz" soll das Areal bis 2015 einer gemischten Nachnutzung zugeführt werden.
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Der KAV als Liegenschaftseigentümer beauftragte am 2. April 2007 die Wiener Stadtentwicklungsgesellschaft (WSE), ein Unternehmen der Wien Holding, die erforderlichen Schritte als Immobilien- und Projektentwickler einzuleiten und die Immobilie des Geriatriezentrums am Wienerwald einer zweckmäßigen Verwertung zuzuführen.
In einem ersten Schritt werden im Sinne eines Beteiligungs- und Anhörungsverfahrens Meinungen und Anregungen seitens der Bevölkerung eingeholt. Die Anrainerbefragung fand während des Sommers 2007 statt. Für die nachfolgenden Beteiligungsphasen sind Arbeitsgruppen und Informationsveranstaltungen über die weiteren Entwicklungsschritte geplant.
Das Geriatriezentrum am Wienerwald hat eine mehr als 100jährige Geschichte: 1902 beschloss der Wiener Gemeinderat den Bau des Versorgungsheims Lainz. Es wurde nach nur zweijähriger Bauzeit fertig gestellt. Im Laufe der Zeit erfolgte die Umwandlung in das Pflegeheim "Geriatriezentrum am Wienerwald".
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Veranstaltungszentrum Europahaus - Schloss Miller/Aichholz
Anfang des 18. Jahrhunderts wurde das "Miller-von-Aichholz-Schlössel" von Fischer von Erlach im Stil des Spätbarock errichtet. 1956 gründete die ÖJAB dann gemeinsam mit der Republik Österreich im Schloss das „Europahaus Wien“ als europäische Bildungsstätte.
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Die eleganten Räumlichkeiten des Barockschlosses können heute für Seminare oder gastronomische Veranstaltungen gemietet werden. Das Veranstaltungszentrum Europahaus bietet heute aber auch ein modernes Tagungshaus, mit technisch gut ausgestatteten, hellen Konferenz- und Seminarräumen sowie Hotel- und Restaurantbetrieb.
In der 6 Hektar großen Parkanlage um das Veranstaltungszentrum Europahaus am Stadtrand Wiens finden sich Schwarzföhren und zwei Alleen aus Linden und Kastanien als beeindruckende Naturdenkmäler. Die Orangerie mit ihrem Gartencharakter wird gerne gastronomisch und für spezielle Seminare genützt.
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Daten und Fakten zum 14.Bezirk:
Öffentliche Bäder:
Waldbad Penzing, Linzer Strasse 376 – 390
Familienbad Penzing; Reinlgasse/Ecke Märzstraße
Saunabad Penzingerbad, Hütteldorfer Straße 136
Sommerbad Hadersdorf-Weidlingau, Hauptstraße 41
Theater:
teatro caprile, Pausingergasse 2a/1
Jugendstiltheater Wien, Baumgartner Höhe 1
Museen:
Bezirksmuseum Penzing (Ziegelmuseum), 14., Penzinger Straße 59
Gedenkstätte Steinhof, V-Gebäude Otto- Wagner- Spital, Baumgartner Höhe 1
Technisches Museum
Otto-Wagner-Villa (Ernst Fuchs Museum)
Kinos:
BSL Breitenseer Lichtspiele, Breitenseer Straße 21
Cineplexx Wien Auhof, Albert Schweitzergasse 6
Gloriette Kino – Cafe, Linzer Straße 2
Sehenswürdigkeiten und Gedenkstätten
Psychiatrische Heilanstalt am Steinhof, 14., Baumgartner Höhe
Wohnhaus Ludwig Anzengrubers, 14., Gyrowetzgasse 10
Geburtshaus Gustav Klimts, 14., Linzer Straße 243-247
Mayr-Denkmal, 14., Hadikgasse (gegenüber Hausnummer 56)
Wohnhaus Richard Wagners, 14., Hadikgasse 72
Ehemaliges Kloster Mariabrunn, 14., Hauptsstraße 7 (Hadersdorf)
Otto Wagner Villen, Hüttelbergstraße 26 und 28