Immobilienentwicklung – Wirtschaftsentwicklung – Standortentwicklung Wien
Ein Gespräch mit Geschäftsführerin Dipl.-Ing. Sigrid Oblak
Alle Immobilienprojekte der Wien Holding dienen einem Ziel: der Sicherung und Weiterentwicklung des Standortes Wien. Die Investitionen und Projekte sollen Mehrwert für die Stadt und ihre BürgerInnen und Bürger schaffen: Verbesserung der Lebensqualität, sowie die Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen.
Frage:
Die Wien Holding ist in jüngster Zeit mit bedeutenden Immobilienentwicklungs- und Verwertungsprojekten präsent. U2 Stadtentwicklung, STAR 22 und Gewerbehof Missindorfstraße aber auch St. Marx und das Megaprojekt Therme Oberlaa sind als herausragende Beispiele dabei. Welche Philosophie verfolgt die Wien Holding dabei?
DI Oblak:
Wir haben den klaren Auftrag unseres Eigentümers, der Stadt Wien: Planung, Erschließung und wirtschaftlich ertragreiche Umsetzung von Immobilienprojekten und wirtschaftlichen Initiativen zur Sicherung und Weiterentwicklung des Standortes Wien: mit dem Fokus auf eine wissensbasierende und gesellschaftspolitisch nachhaltige Produktion. Dabei nutzen wir das gesamte Know-how als Unternehmen im Konzern. Die Wien Holding ist Drehscheibe, Koordinator und Steuerungsunit.
Frage:
Sie verwerten aber auch das Palais Hansen am Ring. Da kann man wohl nicht von nachhaltigen Interessen sprechen?
DI Oblak:
Das ist die zweite strategische Schiene bei unseren Private Public Partnership-Modellen. Wir verwerten im Auftrag der Stadt Wien Objekte, die am Markt begehrt sind, von Privaten gekauft und betrieben werden. Unsere Aufgabe ist neben der internationalen Ausschreibung und transparenten Abwicklung der Verwertung, den höchstmöglichen Erlös zu erwirtschaften.
Frage:
Wie sehen Sie die Möglichkeiten im grenzüberschreitenden Management?
DI Oblak:
Wir haben bereits internationale Joint Ventures abgeschlossen, unsere Tochter CDR (Central Danube Region Marketing & Development GmbH), ebenfalls ein PPP-Modell, agiert bereits erfolgreich grenzüberschreitend. Zudem nutzen wir die Standortvorteile für gezielte Inkubation von Clustern im wissensproduzierenden Bereich: Hier arbeiten die in der Wien Holding zusammengefassten Tochterunternehmen weitestgehend autonom, aber in Nutzung der gemeinsamen Synergien und der Infrastruktur der Wien Holding als Drehscheibe.