Der Wirtschaftspark Breitensee bietet zukünftig Büros, Wohnungen und Garage in einem
Der Gewerbehof wird saniert und restauriert, der ehemalige Innenhof wird neu gestaltet und bebaut: ein Mixed-Use-Bürogebäude, das als Creative Cluster mehreren Kleinstunternehmen Arbeitsplatz und Infrastruktur bietet.
Dazu kommt ein Wohnbereich und eine Tiefgarage, die sowohl für die Mieter, Kunden als auch für Anrainer offen steht und eine generelle Sanierung des Gewerbehofes, in dem sich heute schon einige Unternehmen angesiedelt haben: von Okto, dem freien Fernsehkanal in Wien bis hin zu Spritzgusstechnologien spezialisierte Gewerbebetriebe, die teilweise schon seit Jahrzehnten hier residieren.
Das Projekt Wirtschaftspark Breitensee ist nicht nur ein innovatives Mixed-Use-Angebot, sondern stellt auch eine deutliche wirtschaftliche und infrastrukturelle Aufwertung und Belebung des 14. Bezirkes dar.
"Für den 14. Bezirk", so Bezirksvorsteherin Andrea Kalchbrenner, "ist der Gewerbehof Missindorfstraße gewissermaßen ein Juwel, das Vorbildcharakter hat. Wohnen und Arbeiten im gemeinschaftlichen kreativen Umfeld, das nicht nur neue Formen der Kreativität zeigt, sondern auch gesellschafts- und mobilitätspolitisch eine Vorreiterrolle spielt. Kleine Mikrokosmen in der Stadt entlasten Verkehr und Umwelt, es bilden sich Biotope und neue Wohn- und Lebensqualitäten. Zudem wird die Nahversorgungsstruktur neu belebt. Kleine Unternehmen stützen gewissermaßen kleine Handelsbetriebe. Small ist beautiful im eigentlichen Sinne des Wortes".
Zwei Architektenteams - fasch&fuchs und Holodeck - haben im Rahmen eines Wettbewerbes den Zuschlag für die Neugestaltung des Gebiets erhalten. Mit den Bauarbeiten wurden bereits begonnen, für 2009 ist mit der Verfügungstellung, die in unterschiedlichen Etappen erfolgt, zur rechnen. Der laufende Betrieb wird dadurch nicht beeinträchtigt.
Geschichte des Gewerbehofs
Der bestehende Gewerbehof stammt aus dem Jahre 1910 und wurde in den 60er Jahren aus- und umgebaut. Ursprünglich war er eine Telefonfabrik, nach dem Krieg siedelten sich dort Spritzguss- und metallverarbeitende Betriebe an sowie Kleinunternehmen aus der Druck- und Beschichtungsbranche.
Rasantes Wachstum bei EPU
Wiens Wirtschaftsbetriebe mit hoher Dynamik
Wiens Wirtschaft wächst: sowohl im Bezug auf das jährlich produzierte Volumen als auch im Bezug auf die Zahl der Unternehmen. Alleine im Jahre 2006 kam es zu 2.500 Neugründungen, davon 60 Prozent oder 500 Mikrounternehmen und Einpersonenunternehmen. Insbesondere im Dienstleitungs-, New Media- und Creative Industries- und Designbereich herrscht enorme Dynamik.
» mehr...
Die „neuen Selbständigen“ als eigene Kategorie kommen noch hinzu, die in dienstnehmerähnlichen Beschäftigungsverhältnissen arbeiten, aber in der Regel aus dem eigenen Büro und mit freier Zeiteinteilung. Im Jahre 2005 waren es knapp 1.500 in Wien, 2006 wurde die 2.000er Grenze bereits überschritten.
Die Wirtschaftsdynamik der Stadt Wien weist für 2006 insgesamt 79.300 selbständige „Beschäftigungsverhältnisse“ aus, davon etwa 73.600 Gewerbetriebe nach klassischem Muster, 4.340 Freiberufler und 1.380 Bauern.
Wien mit größten Zuwachs bei Neugründungen
Im Vergleich dazu registrierte Wien im Jahre 2006 knapp über 841.000 unselbständig Beschäftige, Wien konnte damit nicht nur die Arbeitslosenquote deutlich sinken, sondern zählt innerhalb der europäischen Metropolen zu denjenigen mit der höchsten Prozentrate an Beschäftigen und Sozialversicherten. Die Anzahl der geringfügig Beschäftigen hat sich in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert: von knapp 46.000 im Jahre 2003 auf 51.240 im Jahre 2006, vor allem bei Frauen.
Im Unterschied zu den Bundesländern mit Ausnahme Vorarlberg, ist in Wien die Dynamik bei den Selbständigen am höchsten. Österreichweit waren 2006 494.000 Selbständige registriert, in Wien 79.300, ein Plus von 3 Prozentpunkten, bei einem deutlichen Frauenüberhang bei Neugründungen. Österreichweit betrug das Plus im Vergleich zum Jahr zuvor nur 0,2 Prozentpunkte. Wien wächst damit 15 Mal so schnell als Restösterreich.
Die Zukunftsprognosen sehen einen weiterhin steigenden Trend. Vor allem machen sich signifikant viele ausländische Bürger selbständig, sowohl im Dienstleistungs- als auch im Handels- und Gastronomiebereich, aber auch im New Media- und Creative-Design-Segment.
Strukturen für Mikrounternehmen schaffen
In der Praxis heißt das: Gerade für Mikro- und EPU-Unternehmen müssen entsprechende Strukturen und Infrastrukturen geschaffen werden: Gemeinschaftsbüros, Creative Cluster und Gewerbe-sowie IT-Zentren, die Basisservices wie Telefondienst, Posteinlaufstelle, Zurverfügungstellung von Meeting-Rooms gewissermaßen als Standardservice anbieten, über perfekte Kommunikationsstrukturen verfügen und zudem auch verkehrstechnisch gut angebunden sind. Exakt das tut der Wirtschaftspark Breitensee.
« schließen